Waehrenddessen kauert unter den Balken der Mörder. Mit gruenblitzenden Augen und nadelspitzen Zaehnen wartet er. Mondlicht faellt durch das truebe Glas. In dieser Nacht ist er allein. Allein mit all dem Federvieh.
Der naechste Morgen gibt den ahnungslosen Zweibeinern Raetsel auf. Das weisse Gefieder einer Ente traegt rote Flecken. Doch als Taeter kommt nur eine in Frage. In ihrer Weisheit erklaeren sie die Katze fuer schuldig. Ihr Alibi, die Nacht auf einem Pferderuecken verbracht zu haben, wird mangels aussagender Zeugen nicht anerkannt. Nachdem der Raeuber in einen seperaten Raum verbannt wurde, geht man wieder zur Tagesordnung ueber. Es gibt Brot, Heu und Wasser, dann macht der Letzte das Licht aus.
Doch dies war nur der erste Streich. Die naechste Tat, die folgt sogleich.
Ein kleines Holzkreuz ragt aus einem Steinhuegel. Der Wind zaust eine gesprenkelte Feder. Hier liegen sie beide begraben, bis der Tag kommt, an dem niemand mehr stirbt. Opfer und Mörder. Vogel und Raubtier. Enterich und Mink.
Gross wie ein Eichhoernchen und braun wie eine Haselnuss war er. Waere er aelter und erfahrener gewesen, haette ich das Grab bedeutend erweitern muessen.
Im Stall posiert der Hahn mit stolzgeschwellter Brust vor seinen Damen. Ausser etlichen Federn haben sie nichts verloren. Die Enten erholen sich langsam von ihrem Schock. Nur die Katze schmollt noch immer.
| Der stolze Verteidiger des Harems |
| Die zu Unrecht Verdaechtigte |
Was für ein beruhigendes Ende, wenn auch nicht für den Nerz......
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