Sonntag, 23. Februar 2014

Storminn lægði

In der Gefahr, mich zu wiederholen, schreibe ich es nochmal: "Es war nicht alles umsonst!" Als sechs kleine Hasen geboren wurden,drei grau und drei schwarz, gab es Unstimmigkeiten in der Vaterschaftsfrage. Und als mir da das Kreuzungsschema aus dem Biologieunterricht in den Kopf schoss, da wusste ich, dass ich noch nicht ganz eingerostet sein kann.  Aber dabei blieb es dann auch, denn ihren Genotypus haben mir die kleinen Seidenknaeuel nicht verraten. Bevor mich jetzt jemand fragt, bei den Literaturepochen klemmt die Schublade. Aber die fallen mir bestimmt auch wieder ein.
Laut Wettervorhersage haette ich meinen ersten nordpolartigen Schneesturm erleben sollen. Aber nachdem wir die Pferde aus dem Tal geholt, alle Stalltueren zugenagelt und mentale Vorbereitungen getroffen hatten, wurde ausgerechnet unser Fjord vom Wetter vergessen. Damit nicht alles umsonst war, gab es noch ein wenig Hagel und stuermische See. Æ takk!
Pippi Langstrumpf empfiehlt feiernden Erwachsenen geduenstete Mohrueben und etwas Kabeljaupudding. Wie gut, dass es fuer Kinder Blaubeertorte gibt.


Sonntag, 16. Februar 2014

Pollapönk

Taadaa! Island liebt es, mich zu ueberraschen. Wenn ich spazierengehe, zeigt es mir seine Wettervielfalt in all ihrer Pracht. Schneesturm und Sonnenschein wechseln sich im 10-Minutentakt ab. Man braucht  nur stehenzubleiben, um den Wetterfronten beim Kommen und Gehen zuzuschauen.
Wenn ich zum Stall gehe, sitze ich plötzlich wie Herr Fuchs in einer Schneewehe fest. Zum Glueck ist Frau Elster gleich zur Stelle, um mich herauszuziehen.
Wenn ich den Huehnern Brot bringe, hat sich der Hahn in der Futterraufe eingesperrt. Und ein Ei gelegt.
Und wenn ich gespannt verfolge, wer dieses Jahr zum grossen Traellern nach Daenemark geschickt wird, trifft es vier trommelnde Kindergaertner in bunten Jogginganzuegen. Hatte ich mir's doch fast gedacht!

Sonntag, 9. Februar 2014

Tollurtröll

AAAAARGH! Wer dieses Geräusch vernimmt, ist vermutlich Zeuge eines Kampfes zwischen mir und dem Zolltroll. Dieses Wesen unterscheidet sich leider nicht wesentlich von seinen deutschen Artgenossen. Auch der isländische Vertreter ist in Rudeln anzutreffen, deren einzelne Mitglieder scheinbar kontaktlos vor sich hinvegetieren. Informationen dürfen nur teilweise und möglichst widersprüchlich aus der Gruppe gelangen. Nur Rudelchefs haben Entscheidungsgewalt. Die jedoch sitzen in unerreichbaren Höhlen, vor denen ahnungslose Gummibaumputztrolle sich bei der Wache ablösen. Bei Kontakt können Nackenschmerzen, stierähnliches Schnauben und antipazifistische Gedanken auftreten, welcher daher dringendst zu vermeiden ist. Betroffenen wird Tee und Frischluft verordnet. Noch tobt der Kampf, also alles in Deckung!