Auf kleinen weichen Sohlen
schleicht sie heran, die weisse Pracht
Und eh' sie sich versieht,
die Welt im feinsten Schnee erwacht
Die Möwe in den Klippen haust
steckt ihren Kopf tief ins Gefieder
der Fuchs das spitze Naeschen kraust
da ist er nun, der Winter wieder
geraet ganz ausser Rand und Band.
Der Wind ist schuld, er treibt es an
wuehlt es auf, ja dann und wann
versucht er gar, mich umzupusten
na warte, dir werd' ich was husten!
Das hattest du dir wohl gedacht,
mich als Drachen fliegen lassen,
ein alter Traum,
der neue Phantasie entfacht.
Doch vorerst ruft die liebe Pflicht
verlegen schau' ich in ihr Gesicht
"Verehrte Kuh, heut' leider nicht
kein Ausgang, Sie wissen, das schlechte Wetter...
schon bin ich in Erklaerungsnot,
sehen Sie doch, drinnen ist es viel netter"
"Papperlapapp, dilettantischer Wicht,
dalli dalli, her mit dem Brot!"
Und da warten dann auch noch mehr hungrige Nasen
Schafe, Pferde, Ziegen und Hasen
Enten und Huehner, die Katze und Hunde,
finden sich ein in mampfender Runde.
Des Lebens Weisheit kommt in stillen Stunden,und diese eine will ich hier bekunden:
Sitzt in klammen Fingern Frost,
spenden warme Nasen Trost.
(beim letzten Reim handelt es sich um rebellischen Dadaismus)
