Dienstag, 15. Oktober 2013

Unterwegs auf Schusters Fuchs

"Huh huh! Muhkuh!" Jeden Abend von Neuem beginnt die Suche nach Prinzessin Kuh. Denn die laesst sich von einem laecherlichen Pseudostromzaun nicht mehr aufhalten und geht neuerdings beliebig ihrer Wege. Und wenn sie dann in der Daemmerung hinter einem Felsen hervorschielt, wirkt sie wie ein zufriedener Osterhase. Habe ich sie aber erstmal gefunden, trottet sie mit der stillen Wuerde eines Verlierers in Richtung Stall. Ihr Sohn hingegen nutzt den Weg dahin, um mir mit seinen neuesten Stierkampffaehigkeiten zu imponieren. Im Kreis bockend und den bulligen Kopf gesenkt, gibt er eine ganz passable Erscheinung ab. Huepfende Zweibeiner, die zuckersuess quietschend seine weichen Ohren knuddeln wollen, schlagen ihn dann aber doch in die Flucht. Das ist anscheinend zuviel fuer seinen maennlichen Stolz. Obwohl ihm die Milch aus Mamas Euter nach wie vor schmeckt. Also spielt er morgens das Muttersoehnchen, abends den jungen Wilden.

Mit dem Meer vor der Haustuer und den Bergen gleich dahinter, nutze ich immer oefter die Gelegenheiten zu Wanderungen und Ausritten. Dabei bin ich sogar schon einem schneeweissen Polarfuchs begegnet. Im Uebrigen ist es eine Unmoeglichkeit, mit drei Pferden eine Picknickpause einzulegen, ohne den Apfel mit ihnen zu teilen. Dafuer darf ich dann aber auch den Pinsel zum Maler bringen.

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