Mittwoch, 4. Dezember 2013

Lopi


Eine tolle Wolle, in die ich mich da rolle! Dalatangis flauschigsten Bewohnern wurde der Pullover ausgezogen. Dabei kam erneut meine bewaehrte Methode zur Anwendung. Anschleichen, packen, festhalten und zum Schertisch bugsieren, so lautet die Theorie. Doch die Wenigsten lassen die Prozedur lammfromm ueber sich ergehen. In der Praxis trifft man auf so manches Rodeoschaf, welches selbst waehrend des Scherens spektakulaere Luftspruenge vollfuehrt. Dabei steht es auf einem Tisch, der sich mit einem Hebel in eine rueckenfreundliche Hoehe befoerdern laesst. Von zwei Seiten gleichzeitig pellen sich die Schermaschinen ihren Weg und entkleiden so an einem Tag fast 80 Schafe.




Ist es erst einmal von seiner Wolle befreit, nehmen die Anderen den Neuankoemmling  genau unter die Lupe.
Bis auch sie im Freien dastehen. Jedes von ihnen traegt nun 2 kg weniger mit sich herum.
Kurios ist, dass selbst der kleinste schwarze Punkt die gesamte Wolle eines Schafes nicht mehr als reinweiss gelten laesst. Die muss dann in einen anderen Sack wandern. Also aufgepasst beim Schafkauf! So mancher Wattebausch entpuppte sich waehrend des Scherens als kleiner Dalmatiner.

Waehrend ich indessen bei Tee und Keksen froehlich vor mich hinhaekel, gibt es fuer die Schafe im warmen Stall nur eine Parole: Heu und Brot, Heu und Brot! Schliesslich muss bis zum Fruehjahr alles wieder drauf sein.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen